Neuer Nachdruck (Faksimile in noch besserer Qualität als der von 1999) des historischen Pharus-Planes von Berlin von 1936.
Gefaltet auf ca. 10 x 15,5 cm, offenes Format ca. 60 x 31 cm, im Umschlag ca. 12 x 20 cm
erschienen 2006, Maßstab 1 : ca. 23.500, ISBN : 978-3-86514-034-0 (sofort lieferbar)
Das Kartenbild der
Vorderseite zeigt den Stadtplan von Berlin zu damaliger Zeit (XI. Olympiade vom 01.-16.08.1936): Reichssportfeld, Deutschlandhalle, Funkturm, Messegelände sowie die Bezirke Charlottenburg, Wilmersdorf, Tiergarten, Mitte, Kreuzberg...
Auf der
Rückseite: Detailpläne von Reichssportfeld, Olympischem Dorf, Regattastrecke Grünau sowie eine Karte der Verkehrsverbindungen zum Reichssportfeld (mit S-Bahn-Ring) und eine Liste der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins.
Die Umschlaginnenseite enthält einen kommentierenden Text aus heutiger Sicht.
Sehr interessant: Das Original war damals gar nicht in Farbe, sondern in schwarz/weiß gedruckt worden, es gab lediglich (in rot) einen Pfeil und einen Hinweiskreis auf dem Kartenbild. Erst bei den Nachdrucken (1999 und bei diesem hier) wurde das Kartenbild coloriert.
Text der Umschlag-Innenseite:
Die olympischen Spiele fanden vom 1. bis 16. August 1936 mit großem internationalen Propagandaaufwand statt. Hier sollte sich Deutschland noch einmal von der schönen Seite zeigen. Das funktionsfähigste Nahverkehrsnetz der Welt wurde für die olympischen Spiele fertiggestellt. Lange Zeit war die Olympiade in Berlin durch die Rassengesetzgebung und andere furchtbare Erlasse und Gesetze gefährdet. Erst durch die endgültige Zusage der USA im Jahr 1935 konnten die Spiele in Berlin stattfinden.
Während der Spiele wurden antisemitische Parolen in der Stadt entfernt und sogar „Der Stürmer“ wurde nicht mehr am Kiosk verkauft. Nach den Spielen war Deutschland zum ersten und bisher auch zum einzigen Mal mit 38 Goldmedaillen als Sieger vor den USA mit 24 Goldmedaillen hervorgegangen. Eine gute propagandistische Grundlage für den Größenwahn der folgenden Jahre.
Die Wettkampfstätten und auch das Olympiastadion wurden nach Entwürfen von Werner March gebaut, der dafür später die Professorenwürde erhielt.
Heutzutage finden hier neben großen Sportveranstaltungen und den Bundesligaspielen von Hertha BSC auch viele andere Großereignisse statt. Unter anderem waren der Papst, die Rolling Stones und die Zeugen Jehovas während ihres Gipfeltreffens zu Gast. Das Stadion wurde zur Fußballweltmeisterschaft 2006 komplett saniert.